!!! Wegweiser: Meine erste Lesung

 

Meine erste Lesung

 

2010

 

Im Sächsischen Krankenhaus Altscherbitz, Station PA4 (mein erster stationärer Aufenthalt) fand im Frühjahr 2010 meine erste kleine Lesung statt. Ergeben hatte sich dies, weil mich eine Patientin eines Tages fragte, was ich mittags gemacht habe. Die meisten schliefen um diese Zeit, ich aber schrieb Gedichte. Lediglich die ständig wechselnden Zimmermitpatientinnen hatten bis dahin etwas mitbekommen. Diese Patientin hat dann gleich angefragt, ob sie das mal hören darf und gleich meldeten sich noch mehr Zuhörer an. Ich war etwas erstaunt und habe gezweifelt, ob ich mir das zutraue und ob es den Leuten überhaupt gefällt. Ich wurde aber nicht bedrängt und so war es gleichzeitig eine Herausforderung für mich. Ich sagte zu und organisierte alle Vorbereitungen akribisch. Reihenfolge, Musikuntermalung, Begrüßungs- und Zwischentexte … und ich habe mir eine Helferin dazu genommen. Sie sollte für mich die Zwischentexte sprechen sowie 2 – 3 Gedichte und die Musikeinspielung regeln. Ich war viel zu aufgeregt, das ganz allein hinzubekommen. Ich wollte nur die Gedichte gut vortragen und sonst möglichst nichts weiter sagen. Wieder einmal hatte ich Angst, dass meine Stimme versagt. Ein Glas Wasser hatte ich mir vorsorglich auf den Tisch gestellt.

Dann war es soweit. Der Raum füllte sich und mir wurde immer mulmiger. Doch die Mitpatientin beruhigte mich, sie war nicht aufgeregt und begann dann auch mit der Einleitung, nachdem ich die Zuhörer kurz begrüßt hatte.

Dann begann ich mit meinem Gedicht „Der Baum in den Jahreszeiten“ - und die Leute gaben Beifall, ein aufregendes Gefühl – es hat ihnen gefallen! Ich trug noch weitere Gedichte vor, dazwischen auch die Mitpatientin. Dann kam ich zu dem sehr emotionalen Teil mit „Die verletzten Seelen“, „Trauer“ usw. Da verstummte der Beifall und ich hörte es schluchzen, sah Tränen bei einigen Patienten – der Raum war emotionsgefüllt. Tapfer machte ich weiter und merkte, wie gut es war, dass zwischen den Gedichten die Musik erklang, leise … so dass man den Gefühlen nachspüren konnte. Eine Patientin verließ den Raum, so sehr haben sie Worte von mir berührt. Sie kam dann später wieder dazu. Ich musste mich stark konzentrieren, die Gedichte weiter gut vorzutragen, obwohl ich alles genau mitbekam. Dann war die Stunde am Ende und Beifall kam mir wieder entgegen, aber nicht nur das – die Patienten kamen zu mir, bedankten sich, umarmten mich und wollten gleich einige Gedichte für sich haben. Ein Patient überreichte mir sogar einen Blumenstrauß. Schwestern haben auch kurz an der Tür gelauscht – sie mussten ja in der Zeit arbeiten, aber eine hat mein Gedicht vom „Schmetterling“ gehört und wollte dies gern für sich haben. Ich bekam ein unglaublich positives Feedback und man erklärte mir sogar, warum im traurigen Teil nicht mehr geklatscht wurde: Es war nicht möglich, da die Worte so sehr berührt haben. Auch sagte man mir, dass es besser ist, wenn ich allein die Gedichte vortrage, da die Betonung anders ist. Ich war überwältigt von alledem! Mein Herz raste und es sollte nicht bei dieser einen Lesung bleiben!

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