!!! Wegweiser: 2010 SKH A.

 

 

2010 SKH Altscherbitz

 

Nach meiner ersten Lesung im Frühjahr 2010 auf der PA4 im SKH Altscherbitz folgten auf Wunsch der dortigen (wechselnden) Patienten noch weitere Lesungen.

Ich habe dann begonnen, trotz der großen Aufregung, diese allein durchzuführen. Die Reaktionen waren dieselben, wie in meiner ersten Lesung – einfach unglaublich emotional. Und es kam der Wunsch nach einem Buch auf.

 

Im Sommer kam ich dann in die PP1 zur Langzeittherapie. Es ging mir nicht gut und ich habe kaum gesprochen, viele Wochen lang. Dann begann ich wieder mit dem Schreiben von Gedichten. Mein dortiger Therapeut wusste das und motivierte mich, auch auf dieser Station eine Lesung zu halten. Davon war ich nicht überzeugt, waren doch dort so viele junge Leute, die sich bestimmt nicht dafür interessieren. Es kostete mich große Überwindung, dem nachzugeben – mein Therapeut ließ da nicht locker. Es war eine sehr große Herausforderung für mich – in meiner starken Depression. Dann war es doch soweit und ich bereitete mich entsprechend vor, allein. Ich hatte Angst, dass es nicht gefällt, dass ich nicht sprechen kann und dann, nach dem ersten Gedicht geschah das, was ich nicht erwartet hatte: Beifall – und man hörte mir aufmerksam weiter zu. Immer wieder dazwischen Beifall und sogar Fragen! Ich beantwortete sie, so dass man ins Gespräch kam – noch während der Gedichtvorträge – es war eine lockere angenehme Atmosphäre. Im traurigen Teil gab es wieder Tränen, teils sehr heftig – ich nahm dann eine Patientin kurz in den Arm, um sie etwas zu trösten. Die Stunde war längst vorbei, niemand stand auf und ging; alle blieben und wollten noch mehr Gedichte hören, nun hatte ich damals noch gar nicht so viele, dass es über eine Stunde gereicht hätte, doch in meiner Mappe waren noch von früher – 1996 – ein paar Sachen dabei. Ich habe dann mutig diese vorgetragen und die Leute waren begeistert. Dann kamen sie vor zu mir und wollten Gedichte über Gedichte. Dort wurde dann wiederum der Wunsch laut nach einem Buch. Ich solle das alles doch nicht in der Schublade verstecken. Der Weg zum Buch erschien mir aber nicht durchführbar; es gibt schon viele Bücher, welcher Verleger nimmt sich dieses Themas an – und Gedichte, da zuckt man sicher mit den Schultern. Einige Patienten brachten mir dann schon Verlegeradressen, aber man muss auch investieren und bei wochenlanger Krankheit ist der Geldbeutel schmal geworden. Ich konnte das alles nicht fassen, viele junge Leute, die mir auch zugehört haben, und zwar sehr genau – und der Wunsch nach einem Buch wurde wiederum geäußert. In dieser Zeit schaffte ich es, mein Gedicht „Verletzte Seelen“ bei einer Veranstaltung vor ca. 80 Leuten vorzutragen – es gab sehr viel Beifall und jemand  Fremdes kam zu mir und bedankte sich – für dieses eine Gedicht! Später habe ich dann auch in der Altscherbitzer Kirche ein weihnachtliches Gedicht vorgetragen, das war auch eine besondere Erfahrung für mich.

Nach meiner Wiedereingliederung, die ich nicht schaffte, kam ich völlig verzweifelt wieder auf die PA4. Sehr depressiv, doch mir wurde dort geholfen, einfühlsam durch das nette Team. In der Ergotherapie habe ich zum Thema Herbst ein Gedicht mit eingearbeitet und dieses wurde dann im Aufenthaltsraum aufgehangen. „Herbstgedanken“ wurde von vielen Patienten gelesen und man fragte, von wem das sei. Dadurch ergab es sich wieder, dass ich Lesungen gegeben habe. Mittlerweile wurde ich langsam sicherer. Einmal kamen auch meine Kinder mit zum Zuhören und sie fanden es auch sehr gut. Die Reaktionen der Patienten waren genauso, wie bei den vorhergehenden Lesungen – überwältigend für mich.

 

 

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